Samstag, 30. April 2016

Ich bin Viola und nicht 'die Magersüchtige' - Mein Umgang mit meiner Essstörung in der Öffentlichkeit




Magersucht ist eine Krankheit, die in meiner Krankenakte vermerkt ist, da ich an ihr leide. Wie viele andere auch. Aber ich bin nicht meine Krankheit. Ich war es nie und ich werde es auch nie sein, denn ich bin so viel mehr als das. Das sind wir alle.

Trotz alledem möchte ich in diesem Post darüber schreiben, wie ich mittlerweile in der Öffentlichkeit damit umgehe, krank zu sein.

Früher war das natürlich anders. Ich habe mich geschämt, versteckt und wollte nicht, dass jemand darauf aufmerksam wird, dass ich ein Problem habe. Das lag größtenteils daran, dass ich noch nicht bereit dazu war, Hilfe anzunehmen geschweige denn bereit dazu, mir selbst zu helfen. Aber nun bin ich es - zumindest bin ich so bereit, wie man eben bereit sein kann. Denn meiner Meinung beziehungsweise Erfahrung nach, muss man manchmal einfach ins kalte Wasser springen, denn es gibt einfach Situationen, in denen nie der richtige Zeitpunkt kommen wird. Man wird nie 100% bereit dazu sein, die Krankheit gehen zu lassen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob das überhaupt möglich ist.

Es ist oft schwer, wenn man krank ist. Sowohl akzeptiert zu werden, als auch im normalen Leben ,mitzukommen'. Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich ist ,,Normalität" momentan ein Fremdwort. Ich lebe - wie meine Eltern immer im Streit zu mir sagen: ,,in einer Traumwelt". Das mag zwar sein, aber ich sehe diese Traumwelt eher als einen Alptraum an, aus dem ich liebend gern wieder aufwachen würde.

Als ich mir meinen Instagram Account (-@chickpiola) erstellt habe, habe ich meine Krankheit öffentlich bekannt gegeben. Aber mein Account war keine öffentlich bekannte Seite, wenn ihr wisst, was ich meine... Ich hatte keine Bilder von mir selbst online und achtete stets immer darauf, dass ich meine Freunde aus dem ,,echten Leben" allesamt blockiert hatte. Doch irgendwann begann ich mehr und mehr dazu zu stehen. Aus einem ,,Recovery-Tagebuch-Account" wurde ein Hobby. Ich begann immer lieber Fotos zu machen und mehr zu schreiben, da ich Texte unter den Bildern verfasste. Und so fing es auch an, dass ich mehr zu mir und meinem ,,kranken Teil" stand. Nach und nach habe ich die Blockierungen aufgehoben und habe jetzt nur noch sehr wenigen Leuten den Zugriff gesperrt.

Meine Meinung zu dem Thema ist ganz simpel: Wenn jemand auf deine Daten - seien es die Videos auf Snapchat, die Texte und Bilder auf Instagram oder irgendetwas anderes - zugreifen will, dann schafft die Person es auch, sei es über Fake Accounts oder über Freunde...
Also brauch man gar nicht erst versuchen, es verhindern zu wollen, sondern man muss anfangen zu sich selbst zu stehen und hinter dem zu stehen, was man macht.

Mittlerweile kann ich mehr oder weniger offen über meinen Zustand, meine Vergangenheit und über meine Krankheiten reden, auch wenn mir manche Themen immerfort Gänsehaut bereiten oder mir die Sprache verschlagen. Aber das ist auch okay so, niemand ist perfekt.

Ich kann nur jedem den Rat geben, zu versuchen, zu sich selbst (egal ob krank oder kerngesund) zu stehen und sich zu akzeptieren, genau so wie man ist.








Mittwoch, 27. April 2016

Mal was Allgemeines über mich...

Soooo hallo ihr Lieben (falls das überhaupt jemand durchliest)!

Ich wollte mal ein paar Sachen über mich auflisten, die nichts mit psychischen Erkrankungen zu tun haben, denn ich bin (auch wenn ich das oft selbst nicht sehe) mehr als das.

Mein Name ist Viola und ich werde diesen Sommer 18 (worüber es bald einen abgesonderten Blogpost geben wird). Ich lebe mit Mama, Papa und meinem kleinem Bruder in einer Wohnung in Frankfurt.

Bevor ich mit der Schule aufhören musste (lange Geschichte und schwieriges Thema, über das ich nicht gern rede…), ging ich auf ein Gymnasium und wollte eigentlich 2017 mein Abitur machen. Naja - Pläne ändern sich, denn daraus wird (zumindest 2017) nichts mehr. Aber das ist auch vollkommen okay so, denn manchmal muss man einfach auf sich selbst gucken und nicht darauf, was von einem erwartet wird - sei es von der Gesellschaft, dem Umfeld, Freunden, Eltern oder seien es die zu hohen Ansprüche an sich selbst, die man sich im Innern stellt.

Ich mache gern Fotos, wie man unschwer erkennen kann und ich habe früher viel gezeichnet, doch dafür fehlt mir momentan leider der Antrieb - aber vielleicht (bzw hoffentlich) erlange ich das irgendwann wieder zurück. Ach ja - schreiben tu ich auch sehr gern, da es mir hilft, diejenigen Sachen, die ich nicht sagen bzw aussprechen kann, zu erfassen.

Meine Mama kommt aus Ungarn, also bin ich halbe Ungarin. Zum Glück hat sie mir die Sprache beigebracht, da sie mich zweisprachig erzogen hat. Also spreche ich deutsch, ungarisch, englisch und französisch. (wenn ich betrunken bin manchmal auch Latein----SALVE! *ich scherzkeks*)

Ich wünschte ich könnte singen, aber ich kann es leider ÜBERHAUPT nicht (dafür kann ich aber schon nach zwei- bis dreimal hören, den Songtext so gut wie jeden beliebigen Liedes auswendig….)

Ich war 2013 für ein Halbjahr in Frankreich (Marseille) bei einer Austauschschülerin, die dann 2014 auch zu mir gekommen ist (aber leider nur für zwei Monate bleiben konnte, da ich eingewiesen wurde und hier zu der Zeit alles drunter und drüber ging).

Soo genug von mir, das war's dann erstmal wieder :)


Montag, 25. April 2016

Psyche - ein komplexes Problem gefüllt mit Komplexen...

So - wo soll ich nur anfangen.
Ich denke, wir kennen alle das Gefühl, in den Spiegel zu schauen und unzufrieden mit sich selbst zu sein. Jeder erlebt es. Die einen öfter und die anderen (zum Glück) seltener.
Doch bei manchen, wird diese Unzufriedenheit zu einer ungesunden Obsession - so auch bei mir.
Ich dachte immer ich wäre ,,zu dick". Doch kaum sah ich mich um, war ich in einer Klinik - Diagnose: Magersucht.
Ich dachte immer ich wäre ,,glücklich". Doch kaum sah ich mich um, saß ich im Wartezimmer eines Psychiaters, der mir Psychopharmaka verschrieb und mich bei einer weiteren Klinik einschreiben wollte - Diagnose: chronische Depression.
Ich dachte immer ich wäre ,,unordentlich". Doch kaum sah ich mich um, schaute ich mir selbst beim zwanghaften Aufräumen und Putzen zu und dabei, wie ich es - weiß Gott nicht warum - nicht mehr lassen konnte - Diagnose: Zwangsstörung.
Ich dachte so viel, fühlte so viel - und tue es immer noch. Doch es ist an der Zeit, das was wir fühlen, von der Realität unterscheiden zu lernen.


Sonntag, 24. April 2016

Hallo erstmal als Anfang… :)

Hey ihr Lieben! 

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so Recht, wo ich anfangen soll…
Naja - ich dachte mir, da ich eh viel zu viel Langeweile in diesem Leben habe, kann ich mir ja mal einen Blog machen.

Aaaaaalso:

Ich heiße Viola, werde im Juli diesen Jahres 18 und bin ein bisschen gestört (aber ehrlich….). Ich bin nicht so ein ,Sugarcoater', sondern eher die Person, die Sachen einfach raushaut. Ein paar von euch kennen mich bestimmt unter dem Namen @chickpiola auf Instagram, also unter meinen "Foodblog" (bzw eben Instagramaccount…) ( Link: https://www.instagram.com/chickpiola/?hl=de )

Ich weiß noch nicht, worüber diese Seite hier gehen wird oder was ich hier hochladen werde oder OB ich das überhaupt weiterführen werde, aber naja gut…

Hoffe, ihr habt alle einen schönen Sonntagabend!

:)

X Viola